Im Rahmen der Evaluation der Ökomassnahmen in der schweizerischen Landwirtschaft werden anhand einer Nitratdatenreihe für den Kanton Bern die Veränderungen des Nitratgehalts im Grundwasser erfasst. Damit wird in den Regionen Jura, Mittelland, Voralpen und Alpen überprüft, ob das Reduktionsziel erreicht werden kann, wonach der durchschnittliche Nitratgehalt des Grundwassers von 1990 bis 2005 um 5 mg…
Bei Schweinefleisch ist die Fettbeschaffenheit ein wichtiges Qualitätskriterium, wobei die Fütterung eine entscheidende Rolle spielt. Eine vermehrte Zufuhr von ungesättigten Fettsäuren über das Futter verändert das Fettsäurenmuster in den Fettgeweben markant. Durch den vermehrten Einsatz von Futterfetten sind ebenfalls die Monoensäuren – zum Beispiel die Ölsäure – für die Qualität der Depotfettgewebe von Bedeutung. Die…
In einem Versuch mit 160 Stierkälbern wurde von Agroscope Liebefeld-Posieux (ALP) untersucht, wie sich die Haltung mit Zugang zu einem Aussenauslauf (RAUS-Verfahren) auf die Gesundheit und Leistung der Mastkälber auswirkt. Der Versuch wurde in zwei Serien, die eine im Sommer, die andere im Winter, in Posieux durchgeführt. Die Tiere der Kontrollgruppe wurden ausschliesslich im Inneren…
In der Untersuchung wurde überprüft, wie sich eine rationierte Fütterung mittels einer Abruffütterungsanlage, bei der die Sau während des Fressens nicht vor anderen Sauen geschützt ist, auf das Verhalten der Tiere auswirkt.Für den Versuch wurden in einer dynamischen Grossgruppe für maximal 36 Sauen drei Futterstationen eingebaut (maximales Tier-Fressplatzverhältnis von 12:1). An sechs Tagen im Abstand…
In diesem Artikel wird das System der flächengebundenen Direktzahlungen evaluiert. Modellrechnungen für den Schweizer Alpenraum zeigen, dass über eine Regionalisierung dieser Beiträge Effizienzgewinne erzielt werden können. Bei der Neugestaltung des Direktzahlungssystems für das Berggebiet muss das Ziel der Einkommenssicherung vom Ziel der Flächenbewirtschaftung getrennt werden. Flächenbezogene Beiträge werden dann nur noch so hoch angesetzt, dass…
Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeit von Agroscope FAT Tänikon im Zeitraum 2004-2007 lassen sich wie folgt charakterisieren:Aus ökonomischen Analysen und Prognosen des Agrarsektors resultieren Entscheidungsgrundlagen für die Agrarpolitik. Gegenstand unserer Forschung sind die Produktivitätsentwicklung, der Mitteleinsatz des Bundes, das Direktzahlungssystem, die Milchwirtschaft, Nahrungsmittelketten und die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft.Die Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsorientierte Agrarstruktur…
Die Schwerpunkte der Forschungstätigkeit von Agroscope FAT Tänikon im Zeitraum 2004-2007 lassen sich wie folgt charakterisieren:Aus ökonomischen Analysen und Prognosen des Agrarsektors resultieren Entscheidungsgrundlagen für die Agrarpolitik. Gegenstand unserer Forschung sind die Produktivitätsentwicklung, der Mitteleinsatz des Bundes, das Direktzahlungssystem, die Milchwirtschaft, Nahrungsmittelketten und die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft.Die Grundlagen und Konzepte für eine zukunftsorientierte Agrarstruktur…
Der Strukturwandel in der Landwirtschaft steht immer wieder im Zentrum agrar- und zunehmend auch regionalpolitischer Diskussionen. Unabhängig von den jeweiligen Positionen stellt sich die Frage nach dem langfristig notwendigen Strukturwandel, um die landwirtschaftlichen Ziele und die Lebensfähigkeit der Betriebe zu sichern. Die Fragestellung wird umso bedeutender, wenn die erwarteten Preisrückgänge bei unveränderten Produktionskosten eintreffen und…
Mit einem Anteil von je nach Untersuchung 30-50 % sind Fruchtbarkeitsstörungen und Euterkrankheiten weltweit die häufigsten Ursachen für ungewollte vorzeitige Tierabgänge in der Milchviehhaltung. Fruchtbarkeit und Gesundheit sind deshalb auch im Projekt Opti-Milch wichtige Kenngrössen, um die Hochleistungs- (HL) mit der Vollweidestrategie (VW) zu vergleichen. Bei beiden Strategien kam es nicht zu ausgeprägten Abnahmen der…
Die Mikrofiltration (MF) eignet sich vorzüglich zur Teilkonzentrierung der Kessimilch auf einen Protein- und Fettgehalt von 5 bis 6 %. Das Mengenverhältnis der Hauptbestandteile Protein, Fett und Laktose lässt sich mit der MF-Technologie (Filter 0.1 µm) ziemlich genau einstellen. Somit können die saisonalen Gehaltsunterschiede der Rohmilch vor der Käsefabrikation ausgeglichen werden. Die MF-Methode erlaubt es,…
Colletotrichum trifolii, der Erreger des südlichen Stängelbrenners, ist in der Schweiz zurzeit die wichtigste von Pilzen verursachte Krankheit auf Rotklee. In Versuchen im Gewächshaus reagierten Rotkleesorten unterschiedlich auf den Befall durch den südlichen Stängelbrenner. Sieben Wochen nach der Inokulation betrug der Anteil an lebenden Pflanzen bei den geprüften Sorten zwischen 3 % und 52 %.…
Die beiden neuen, diploiden Rotkleesorten Merula und Pavo zeichnen sich durch eine hervorragende Ausdauer über drei Jahre aus. Damit erfährt eine zentrale Werteigenschaft des frühreifen schweizerischen Mattenklees eine weitere Verbesserung. Bestände von Merula und Pavo werden durch Colletotrichum trifolii, den Erreger des Südlichen Stängelbrenners, wesentlich weniger geschädigt als alle bisher empfohlenen Mattenkleesorten. Dadurch bleiben sie…
Ökologische Ausgleichsmassnahmen in der Landwirtschaft haben zum Ziel, die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu erhalten und zu erhöhen. Wir untersuchten die Heuschreckenfauna auf extensiv genutzten Wiesen, dem häufigsten Typ ökologischer Ausgleichsflächen, und verglichen sie mit derjenigen auf intensiv genutzten Wiesen. Die Untersuchung erfolgte in den drei Gemeinden Bauma, Ruswil und Flühli. In Bauma und Flühli…
„Eine Landwirtschaft für Mensch und Umwelt – Wir forschen für gesunde Lebensmittel und eine lebenswerte Landschaft.“ Im Sinne dieser Vision haben die landwirtschaftlichen Forschungsanstalten ihr Arbeitsprogramm für die Periode 2004 – 2007 ausgearbeitet. Eine Übersicht der 174 Projekte steht in Buchform oder im Internet zur Verfügung www.agroscope.ch
Nachdem milde Temperaturen im Dezember 2002 und im Januar 2003 vorherrschten, kam das kalte Winterwetter erst im Februar. Deutlich zu warm war es im Frühling. Der Jahrhundertsommer 2003 war extrem heiss mit Rekordtemperaturen und ausserordentlicher Trockenheit. So wurde ein Schweizer Hitzerekord in Grono mit 41.5 Grad gemessen. Relativ mild war es auch im Herbst. Nach…
Aufgrund des zunehmenden Kostendrucks im schweizerischen Kartoffelbau wurde von 1999 bis 2001 in Kleinparzellen und Praxisversuchen untersucht, wie sich maschinelles Schneiden des Pflanzgutes auf verschiedene Ertragsparameter bei der wichtigsten Sorte Agria auswirkt. Geschnittene Knollen bildeten 45 % weniger Keime pro Knollenstück als ganze Knollen. Pro Flächeneinheit standen in den Verfahren mit geschnittenen Knollen im Reckenholz…
Im Opti-Milch-Projekt der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft wurden zwei Gruppen von neun Betrieben mit Hochleistungs- (HL) bzw. Vollweide-Milchproduktion (VW) auf ihrem sehr unterschiedlichen Weg zum gemeinsamen Ziel einer nachhaltig wettbewerbsfähigen Milchproduktion ein erstes Stück weit begleitet. Ausser bei den Kraftfutterkosten der VW Betriebe und bei der Kontingentsgrösse der HL Betriebe waren die Opti-Milch-Pionierbetriebe in der…
Für unterschiedlich tierfreundliche Haltungsformen von Milchkühen wurde ein umfassender wirtschaftlicher Vergleich erarbeitet, in den auch Unterschiede bei der Tiergesundheit, der Arbeitsqualität, den Umweltwirkungen und der Produktequalität einflossen. Die Hauptergebnisse der wirtschaftlichen Analyse zeigen für Laufställe eine höhere durchschnittliche Milchleistung und geringere Aufzuchtkosten. Laufställe sind bei einer Bestandesgrösse von 40 Kühen den Anbindeställen wirtschaftlich deutlich überlegen.…
Laufkäfer, Kurzflügler und Spinnen gehören zu den nützlichen Bewohnern der Feldfauna. Auf dem Betrieb Burgrain wurde in den drei Anbausystemen integrierte Produktion (IP) intensiv, IP extensiv und biologisch von 1997 bis 2002 das Vorkommen dieser räuberischen Arthropoden mit Bodenfallen untersucht. Die Laufkäfer traten in den drei beprobten Kulturen Sommergerste, Winterweizen und Körnermais etwa gleich häufig…
Der Drahtwurm gehört in der Schweiz zu den wichtigsten Schädlingen, die die Qualität der Kartoffeln vermindern. Da die chemische Bekämpfung des Drahtwurms in Kartoffeln umstritten ist, wäre es interessant, ein biologisches Präparat gegen diesen Schädling zu entwickeln. Dazu scheint der insektentötende Bodenpilz Metarhizium anisopliae ein geeigneter Organismus zu sein. Um das Vorkommen des Pilzes in…
Die Zusammenhänge zwischen der Düngung, dem Futterertrag, dem Gehalt an Inhaltstoffen im geernteten Futter und der botanischen Zusammensetzung wurden während elf Jahren in einer Fromentalwiese untersucht. War die gedüngte P-Menge kleiner als ein Drittel des mit der Ernte entzogen Phosphors, war auf längere Sicht ein negativer Effekt auf den Ertrag und den P-Gehalt des Futters…
Die schweizerischen Milchproduzenten müssen ihre Kosten drastisch senken. Dazu brauchen sie umsetzungsorientierte und praxisgerechte Empfehlungen und Planungshilfen. Vielversprechend sind vor allem die Hochleistungsstrategie (HL) und die Vollweide- oder „low-cost“-Strategie (VW). Im Projekt Opti-Milch wurden diese beiden Strategien auf je neun Pionierbetrieben im Schweizer Mittelland konsequent optimiert und während zweieinhalb Jahren mit umfangreichen Erhebungen beobachtet und…