Archiv

2,826 Beiträge

Lebensmittel

Sieber R., Collomb M.

Bildung von konjugierten Linolsäuren durch Starterkulturen

Im Milchfett enthaltene konjugierte Linolsäuren (CLA) weisen ein hohes gesundheitsförderndes Potenzial auf. Die Fähigkeit verschiedener Mikroorganismen, CLA aus der mehrfach ungesättigten Fettsäure Linolsäure zu bilden, könnte dazu genutzt werden, den CLA-Gehalt in fermentierten Milchprodukten zu erhöhen. In einem mit Linolsäure angereicherten Medium waren dazu einige Laktobazillen-, Laktokokken- und Streptokokken- wie auch drei von sechs Propionsäurebakterienstämmen…
Lebensmittel

Höhn E., Künsch U., Infanger E., Koch W.

Waren Früchte früher wirklich nährstoffreicher?

Die Schlagzeile „Obst und Gemüse verlieren an ernährungsphysiologischer Qualität“ erschien in den letzten Jahren in den Medien. Diese angeblichen Gehaltsabnahmen wurden klischeehaft mit der Intensivierung der Landwirtschaft verbunden. Zur Abschätzung allfälliger Veränderungen des Trockensubstanzgehaltes und des Gehalts von 9 Mineralstoffen und 11 Vitaminen der fünf wichtigsten Obstarten in der Schweiz während der letzten Jahrzehnte, wurden…
Pflanzenbau

Daccord R., Arrigo Y., Jeangros B., Scehovic J., Schubiger F. X., Lehmann J.

Nährwert von Wiesenpflanzen: Bruttoenergie-Gehalt

Der Bruttoenergie-G Gehalt wurde mittels Kalorimetrie in 439 Proben von 10 wichtigen Wiesenpflanzen bestimmt. Der Bruttoenergieg Gehalt wird hauptsächlich durch den Gehalt an Rohprotein (R2 = 0,31) und organischer Substanz (R2 = 0,26) beeinflusst. Der Effekt dieser Komponenten ist stärker bei den Kräutern ausgeprägter als bei den Leguminosen und Gräsern. Das Entwicklungsstadium und der Aufwuchs…

Landwirtschaft und ländlicher Raum

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der in der Verfassung verankerten Aussage, die Landwirtschaft habe einen besonderen Beitrag zur dezentralen Besiedlung des Landes zu leisten. Mittels einer Regressionsanalyse wird geprüft, welchen Beitrag zusätzliche Unternehmen der einzelnen Sektoren in ländlichen Gemeinden zur Besiedlungsdynamik leisten. Obwohl landwirtschaftliche Unternehmen weit weniger Beschäftigte haben als Unternehmen im zweiten und dritten…
Lebensmittel

Höhn E., Künsch U., Infanger E., Koch W.

War Gemüse früher wirklich nährstoffreicher?

Die Schlagzeile „Obst und Gemüse verlieren an ernährungsphysiologischer Qualität“ erschien in den letzten Jahren in den Medien. Diese angeblichen Gehaltsabnahmen wurden klischeehaft mit der Intensivierung der Landwirtschaft und verarmten Böden verbunden. Zur Abschätzung allfälliger Veränderungen des Trockensubstanzgehaltes und des Gehalts von 9 Mineralstoffen und 11 Vitaminen der sieben wichtigsten Gemüsearten in der Schweiz während der…
Pflanzenbau

Daccord R., Arrigo Y., Jeangros B., Scehovic J., Schubiger F. X., Lehmann J.

Nährwert von Wiesenpflanzen: Aminosäuren-Gehalt

Um die Angaben zum Nährwert von 10 wichtigen Wiesenpflanzen zu vervollständigen, wurde deren Aminosäuregehalt in 70 der 555 Proben aus dem Forschungsprojekt bestimmt. Der Gehalt an im Darm verdaulichen Aminosäuren (DVAA) wird von der Pflanzenart und dem Entwicklungsstadium nur wenig beeinflusst. Knaulgras und Weissklee weisen den höchsten Lysingehalt auf, während der tiefste Gehalt im Rotklee…
Umwelt

Sanvido O., Bigler F., Widmer F., Winzeler M.

Monitoringkonzept für den Anbau von transgenen Pflanzen

Abgesehen von zwei Freisetzungsversuchen in den Jahren 1991 und 1992 hat in der Schweiz bis heute keine beabsichtigte Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) stattgefunden. Während der kommerzielle Anbau von GVP in der Europäischen Union bald Realität sein könnte, scheint dies in der Schweiz in den nächsten Jahren zwar unwahrscheinlich zu sein, kann aber für…
Agrarwirtschaft

Hubschmid S., Cerutti F., Gantner U.

Radar – das Umfeld der Agrarforschung unter der Lupe

Im Projekt Radar wird beschrieben, wie sich das für die Agrarforschung relevante Umfeld entwickelt. Im Bereich Politik ist eine abnehmende Bedeutung des Staates festzustellen. Die technologische Entwicklung geht weiter und äussert sich zum Beispiel in einer Zunahme des weltweiten Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen (GVO). Im ökonomischen Bereich nimmt der Güter- und Dienstleistungsaustausch zwischen den…
Lebensmittel

Casey M.G., Gruskovnjak J., Fröhlich-Wyder M.-T.

Reaktion von Streptococcus thermophilus auf Stress

Der Effekt eines tiefen pH-Wertes auf das Überleben von S. thermophilus in flüssigen Kulturen wurde untersucht. Die Resultate ergaben, dass diese Bakterien in Milch bei einer Temperatur von 37°C nicht länger als eine Woche überleben. Die Überlebensdauer kann verlängert werden, wenn die Anzucht in verdünnter Milch oder vorzugsweise in M17 mit niederiger Lactosekonzentration erfolgt. Für…
Pflanzenbau

Fossati D., Brabant C.

Die Weizenzüchtung in der Schweiz

Die beeindruckenden Fortschritte in der Weizenproduktion sind zu einem grossen Teil den intensiven Züchtungsarbeiten zu verdanken. Der vorliegende Artikel beschreibt das Weizen-Züchtungsprogramm der Eidgenössischen Forschungsanstalten, die im vergangenen Jahrhundert erzielten Resultate sowie einige Zukunftsperspektiven.
Pflanzenbau

Lê C.-L., Thomas D., de Joffrey J.P., Tschuy F.

Produktion und Konservierung von in vitro-Kartoffelpflanzgut

Der vorliegende Artikel beschreibt eine Einkapselungstechnik für Kartoffelknoten-Segmente zur Erhaltung des Wachstumspotenzials während einer langen Konservierungszeit. Knotensegmente mit je einer Achselknospe wurden in einer Kalzium-Alginat-Matrix eingekapselt, die mit einem Murashige und Skoog–Nährmedium angereichert war. Diese Segmente oder Mikrokugeln wurden danach während 3 bis 12 Monaten bei einer Temperatur von +4 °C aufbewahrt, um ihre Regenerierungsfähigkeit…
Pflanzenbau

Hebeisen Th., Ballmer Th., Reust W., Bertossa M.

Neue Kartoffelsorten für die Verarbeitungsindustrie

Von 1999 bis 2001 wurde eine Auswahl mittelfrüher bis später Verarbeitungssorten von Kartoffeln an sieben Versuchsstandorten und in ergänzenden Untersuchungen geprüft. Die Versuche wurden im Rahmen des Tätigkeitsprogrammes der Arbeitsgruppe Sorten (AGS) der swisspatat durchgeführt und von den beiden eidgenössischen Forschungsanstalten für Agrarökologie und Landbau (FAL), Reckenholz, und für Pflanzenbau, Changins (RAC) geleitet. Für die…
Umwelt

Mosimann Th., Bono R., Simon P.

Besserer Erosionsschutz durch ökologischen Leistungsnachweis?

Der Kanton Basel-Landschaft beobachtet im Rahmen der Bodenüberwachung auch die Entwicklung der Erosionsgefährdung. Dies geschieht durch eine regelmässige Erfassung der Bewirtschaftung und Erosionsabschätzung in über 70 Landwirtschaftsbetrieben. Das alle zehn Jahre stattfindende Monitoring wurde 2002 wiederholt. Die Entwicklung der Erosionsgefährdung verlief regional unterschiedlich. Auf den intensiv bewirtschafteten Böden im Lösshügelland blieb die mittlere Gefährdung gleich…
Lebensmittel

Bachmann H.-P., Thomet A., Schafroth K.

Neues, innovatives Verfahren für die Herstellung von Käse

Standardisierte Rohmilch wird mittels Mikrofiltration fraktioniert und aufkonzentriert. Aus diesem Konzentrat können sehr einfach Frisch-, Weich- und Halbhartkäse hergestellt werden. Das neue, vielseitige Verfahren ist auch aus wirtschaftlicher Sicht sehr attraktiv: kleinere Investitionen in Anlagen und Infrastruktur, geringere Zahl an Prozessschritten, weniger arbeitsintensive Fabrikation, hochwertigere Nebenprodukte (ungesäuertes Permeat mit nativen Molkenproteinen) und die Möglichkeit einer…
Umwelt

Zihlmann U., Weisskopf P., Jossi W., Anken Th.

Einfluss der Fruchtfolge auf das Gefüge eines Tonbodens

In einem seit 1973 an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) in Tänikon (TG) durchgeführten Versuch untersuchten wir von 1990 bis 2000 die Auswirkungen von getreidebetonter (G), maisbetonter (M) und vielseitiger (V) Fruchtfolge sowie von zwei Anbauintensitäten – ortsüblich intensiv (IS) und integriert (IP) – auf die Bodenstruktur einer tonreichen und staufeuchten Kalkbraunerde.…
Nutztiere

Spara A. F., Gutzwiller A., Gafner J.-L., Stoll P.

Konservierungsmittel für Milchnebenprodukte im Vergleich

Mikroorganismen vermehren sich in Milchnebenprodukten rasch; deshalb müssen diese Flüssigfutter entweder rasch verfüttert oder mit einem Konservierungsmittel vor Verderb geschützt werden. Da von Landwirten häufig gefragt wird, welches Konservierungsmittel empfohlen werden könnte, verglichen wir in einer Untersuchung unter Laborbedingungen die Eignung von 0.2% Ameisensäure, 0.3% und 0.6% Propionsäure sowie von 0.05% Wasserstoffperoxid (H2O2) zur Konservierung…
Nutztiere

Morel I., Aeschlimann G., Philipp A., Boessinger M., Kreuzer M.

Aussenauslauf für Aufzuchtkälber: ein Vorteil?

In einem Versuch an der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Nutztiere in Posieux mit 195 männlichen Kälbern – durchgeführt in drei Serien mit jeweils drei Varianten – wurden die Auswirkungen einer Tierhaltung mit Zugang zu einem Aussenauslauf auf die Leistung und Gesundheit von Aufzuchtkälbern während der Absetzphase untersucht. Die Kontrollgruppe hielt sich ausschliesslich im Inneren eines Freilaufstalles…

Das Investitionsverhalten in der Schweizer Landwirtschaft

Die in der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten erfassten Landwirtschaftsbetriebe wurden in homogene Kohorten zusammengefasst. Die Investitionstätigkeit dieser Kohorten in Maschinen, Wohngebäude, Ökonomiegebäude und Boden wurde auf einzelbetriebliche sowie gesamtwirtschaftliche Variable zurückgeführt. Dabei zeigte sich, dass von jedem Franken, der in den Betrieb fliesst, elf Rappen in Maschinen und acht Rappen in Wirtschaftsgebäude investiert werden. Je…
Pflanzenbau

Kölliker R., Boller B., Häfele Y., Günter S., Herrmann D., Widmer F.

Genetische Diversität im Schweizer Mattenklee

Durch jahrzehntelange Produktion von Kleesamen auf Schweizer Bauernhöfen entwickelten sich zahlreiche, lokal bestens angepasste, ausdauernde Rotklee Herkünfte, die so genannten Mattenklee-Hofsorten. Obwohl weitgehend in Vergessenheit geraten, sind heute noch rund hundert dieser alten Hofsorten erhalten. Über die genetische Diversität dieser potenziell wertvollen Mattenklee-Hofsorten lagen bisher keine Informationen vor. Wir konnten mit Hilfe von genetischen Markern…