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Einstiegschwellen für die landwirtschaftliche Bioenergie

Für vier Energieträger aus der Landwirtschaft wird untersucht, um wie viel der nächst verwandte konventionelle Energieträger (Referenzenergieträger) sich verteuern müsste, damit die inländische Produktion wettbewerbsfähig wird. Bei Stückholz und Biogas aus Bioabfällen betragen die notwendigen Preissteigerungen maximal 45 %. Für Rapsmethylester, Ethanol und Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen des Ackerbaus sind die notwendigen Preissteigerungen deutlich grösser.…
Agrarwirtschaft

Pulfer I., Möhring A.

Was führt zur Auflösung von Betriebsgemeinschaften?

Die Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART hat im Januar 2006 eine Umfrage bei allen Betriebsgemeinschaften (BG) der Schweiz durchgeführt. Das Ziel war, Erkenntnisse zu Organisation, Zufriedenheit, Kommunikation und Konfliktmanagement der Kooperationspartner zu gewinnen. In der vorliegenden Studie werden die Einflüsse auf die Absicht einer Auflösung einer Betriebsgemeinschaft anhand einer logistischen Regression ermittelt. Die Auflösungsabsicht ist signifikant…
Agrarwirtschaft

Gerber D., Bühlmann G., Seelhofer N., Thürlemann P., Aebischer S., Berger T., Jakob E.

Der MIBD – Rückblick auf eine zehnjährige Pionierleistung

Der Milchwirtschaftliche Inspektions- und Beratungsdienst (MIBD) hat während zehn Jahren und bis zur Ausweitung der Äquivalenz auf alle Lebensmittel tierischer Herkunft kompetente Leistungen zur Sicherstellung der Exportfähigkeit der schweizerischen Milchwirtschaft erbracht und zum hohen Stand der Sicherheit und der Qualität der Milch und Milchprodukte beigetragen. Die unterschiedliche Entwicklung der MIBD-Aufgaben und die Veränderungen im Umfeld…
Lebensmittel

Morel I.

Milchviehfütterung und Folsäuregehalt in der Milch

In einem Milchviehversuch mit drei Varianten und insgesamt 36 Tieren in der Mitte der Laktation wurde untersucht, ob sich die Folsäurekonzentration in der Milch durch eine Ration mit einem hohen natürlichen Folsäuregehalt erhöhen lässt. Diese Versuchsration enthielt zusätzlich zum Heu und den Futterrüben (Standardration) Biertreber, Luzernewürfel, Bierhefe und Weizenkeime. Während der vierwöchigen Versuchsperiode wurde der…
Pflanzenbau

Levy L., Schwaerzel R., Kleijer G.

Stickstoffdüngung und Brotgetreidequalität

Während drei Jahren ist eine Studie an zwei Versuchstandorten zur Beurteilung der Auswirkungen einer steigenden Stickstoffdüngung auf die Qualität von Brotweizen durchgeführt worden. Sorten verschiedener Qualitätsklassen wurden untersucht. Allgemein hatte eine erhöhte N-Düngung einen positiven Einfluss auf die getesteten Qualitätskriterien. So erhöhte sich der Kornertrag, der Gehalt und die Qualität der Proteine, die Kornhärte, die…
Pflanzenbau

Boller B., Schubiger F., Tanner P.

Apis und Bombus, die ersten Schweizer Weissklee-Sorten

Mit Apis und Bombus kommen zum ersten Mal zwei Weissklee-Sorten aus Schweizer Züchtung auf den Saatgutmarkt. Apis stammt ausschliesslich von Ökotypen aus Schweizer Naturwiesen ab, die 1989 gesammelt worden waren; Bombus geht auf Pflanzen der Sorte Ladino zurück, die sich unter starker Konkurrenz hoch wachsender Gräser in Parzellenversuchen behaupten konnten. Bei der Schaffung der beiden…
Pflanzenbau

Thomet P., Stettler M., Hadorn M., Mosimann E.

N-Düngung zur Lenkung des Futterangebotes von Weiden

In zwei Feldversuchen auf einer Ansaatwiese und einer Dauerweide wurde in der Region Bern-Solothurn während vier Jahren untersucht, wie sich die jahreszeitliche Verteilung des Graswachstums von Weiden mittels der mineralischen Stickstoffdüngung beeinflussen lässt. Die Jahresmenge von 150 kg N in Form von Ammonsalpeter wurde in vier Varianten verteilt: gleichmässig, frühjahrs-, sommer- und herbstbetont. Drei der…
Nutztiere

Bärlocher H., Wenk C., Scheeder M.R.L.

Ist die Fettzahl beim Mastschwein abhängig vom Haltungssystem?

Die Untersuchung möglicher Einflüsse unterschiedlicher Haltungssysteme auf die Fettqualität (Fettzahl des Auflagefetts) von Mastschweinen förderten generell keine Nachteile von Haltungssystemen nach den BTS- und RAUS-Richtlinien zutage. Die Fettzahl wurde vom kälteren Temperaturniveau im Winter bei Schweinen mit Auslauf nicht relevant beeinflusst. Eine Erklärung dafür können Vorkehrungen in diesem Haltungssystem (Einstreu, geschütztes Nest) bieten, die offenbar…
Umwelt

Kägi T., Freiermuth Knuchel R., Nemecek T., Gaillard G.

Ökobilanz von Energiepflanzen

Die Umweltwirkung der Produktion von Energieträgern aus Biomasse hängt entscheidend vom landwirtschaftlichen Anbau ab. Diese Studie untersucht, wie sich der Anbau von Biomasse ökologisch optimieren lässt. Dabei stellen sich folgende drei Fragen: Wie ökologisch ist der Biolandbau im Vergleich zur integrierten Produktion? Welche Kulturen sind für die Biomasseerzeugung besonders geeignet? Und welche anderen Faktoren spielen…
Umwelt

Bohren Ch., Mermillod G., Delabays N.

Unerwünschte Pflanzen in Buntbrachen: eine Bestandesaufnahme

Mit der Einführung von Buntbrachen in der Landwirtschaft begann unter Landwirten die Diskussion um unerwünschte Pflanzen und schwer bekämpfbare Unkräuter. Im Hinblick auf eine Rekultivierung der Brachen bereitete die unerwünscht auftretende Spontanflora von Anfang an Sorgen. Zwischen 2003 und 2005 wurden herbologische Aufnahmen auf über 200 Brachen in der ganzen Schweiz durchgeführt, um einen Überblick…
Weitere

Hilber U., Bütikofer U., Bachmann H.P., Flury C, Pfefferli S.

Agroscope Forschungsprogramme

Die drei Forschungsanstalten Agroscope Changins-Wädenswil ACW, Liebefeld-Posieux ALP und Reckenholz-Tänikon ART werden in der Leistungsauftragsperiode 2008-2011 gemeinsam drei fachübergreifende Forschungsprogramme durchführen. Ziel des Programms „ProfiCrops“ ist die Erarbeitung, Bereitstellung, Bewertung und der Transfer des Wissens, um dem Pflanzenbau in der Schweiz in einem weitgehend liberalisierten Markt eine Zukunft zu sichern und das Vertrauen der Konsumenten…
Weitere

Lötscher M., Gantner U., Steffen P.

Forschungskonzept Agroscope 2008-2011

Das Forschungskonzept Agroscope dient der Information von interessierten und betroffenen Akteuren, unterstützt die Koordination der Forschung und stellt ein Instrument der Planung und Legitimierung der Forschungstätigkeiten dar. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Landwirtschaft, dem Landwirtschaftlichen Forschungsrat und Agroscope verfasst. Ausgehend von einer Umfeldanalyse, einer Bedürfnisanalyse der Agroscope-Kunden und dem Stärken/Schwächen-Profil der Forschungsanstalten…
Lebensmittel

Sieber R., Bütikofer U., Kaldas N., Rehberger B.

Vorkommen von Lysinoalanin in Milch und Milchprodukten

Lysinoalanin (LAL) entsteht als unerwünschtes Folgeprodukt bei der alkalischen Behandlung von Proteinen oder bei der Erhitzung von proteinhaltigen Lebensmitteln. Durch das benachbarte Vorhandensein reagieren Dehydroalanin und Lysin über die e-Aminogruppe des Lysins miteinander. Da die Bildung weitgehend irreversibel ist, wird die Verwertung des Lysin-Anteils ganz oder zum grossen Teil blockiert. Mit einer verbesserten Analysenmethode wurden…
Pflanzenbau

Schori A., Fossati D., Mascher F., Fossati A.

Fortschritte im Triticalezuchtprogramm in Changins

Seit 30 Jahren wird in der Schweiz hexaploider Triticale gezüchtet. Basierend auf Daten aus den Zuchtgärten zwischen 1988 und 2006 werden in diesem Artikel die wichtigsten Zuchtfortschritte dokumentiert. Die agronomischen Leistungen von 2281 Zuchtstämmen zeigen, dass der Zuchtfortschritt in erster Linie folgende agronomischen Merkmale betraf: Die Erhöhung des Ertrags pro cm Pfanzenlänge um jährlich 1,4%…
Nutztiere

Wyss U., Collomb M.

Milchfettzusammensetzung bei Kunst- und Naturwiesenfutter

In einem Versuch mit drei Varianten von je sechs Milchkühen wurde Gras einer Kunst- und Naturwiese sowie Naturwiesenfutter ergänzt mit 5 kg TS Maissilage verfüttert. Das Ziel war, den Einfluss der Fütterung auf die Milchfettzusammensetzung zu untersuchen. Der Versuch dauerte fünf Wochen. Das Grünfutter wurde im Stall ad libitum verfüttert. Alle Kühe erhielten zusätzlich die…
Nutztiere

Thomet P., Steiger Burgos M.

Kuhtyp für die graslandbasierte Milchproduktion

Die Jahresleistung pro Kuh ist als Kennzahl für die Effizienz der Milchproduktion wenig geeignet, weil sie abhängig ist vom Lebendgewicht, der Laktationsdauer und dem gewählten Produktionssystem. Die Futterkonvertierungseffizienz (kg ECM/ kg TS verzehrt) und die Flächenleistung (kg ECM/ha) sind bessere Parameter zur Beurteilung der Produktivität. Die Milchleistung pro Kuh sollte auf das Gewicht bezogen werden…
Agrarwirtschaft

Huber R., Haller T., Weber M., Lehmann B.

Land(wirt)schaft 2020: Was erwartet die Gesellschaft?

In der Weiterentwicklung der Agrarpolitik wird gefordert, dass sich die Direktzahlungen an den von der Gesellschaft erwünschten Leistungen orientieren. Die gesellschaftlichen Ansprüche ändern sich jedoch im Lauf der Zeit. Vor diesem Hintergrund wurde eine explorative Studie durchgeführt, welche mit Hilfe von Experten versuchte, die im Jahr 2020 erwünschten multifunktionalen Leistungen der Landwirtschaft zu identifizieren. Die…
Umwelt

Hausheer R. M., Brack E., Flisch R.

Auswirkungen suboptimaler Düngung auf Ackerkulturen

Eine ausreichende und ausgeglichene Nährstoffversorgung des Bodens ist Voraussetzung für die Erzielung guter Erträge und einwandfreier Qualität der Ernteprodukte. Im 1989 an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART angelegte Demonstrationsversuch wurde einerseits die Wirkung verschiedener Dünger wie Gülle, Mist und Mineraldünger und anderseits die Auswirkungen einer unausgewogenen Düngung aufgezeigt. Während bei einer üblichen, dem Bedarf der…
Umwelt

Müller M., Schafflützel R., Chervet A., Sturny W. G., Zihlmann U., Weisskopf P.

Humusgehalte nach 11 Jahren Direktsaat und Pflug

Auf einem mittelschweren, schwach humosen Boden am Inforama Rütti in Zollikofen BE wurden 2005 die Humusgehalte nach 11 Jahren Direktsaat und Pfluganbau gemessen. Dazu wurden bis in 40 cm Tiefe schichtweise Proben genommen und neben den Humusgehalten auch die Lagerungsdichten bestimmt. Aufgrund der unterschiedlichen Lagerungsdichten wurden die Humusgehalte nicht auf ein bestimmtes Bodenvolumen, sondern auf…
Umwelt

Chervet A., Gubler L., Hofer P., Maurer-Troxler C., Müller M., Ramseier L., Streit, Sturny W. G., Weisskopf P., Zihlmann U.

Direktsaat im Versuch und in der Praxis – Erkenntnisse aus einem langjährig eingesetzten Direktsaatsystem

Das vorliegende Merkblatt fasst die Erkenntnisse und Erfahrungen von 13 Jahren praxisgerechter Direktsaat zusammen. Erprobt und weiterentwickelt wurde dieses neue Anbausystem primär auf der Demonstrationsfläche „Oberacker“ am Inforama Rütti in Zollikofen (BE), einem mittelschweren Boden.
Nutztiere

Arrigo Y.

Verdaulichkeit und Mineralstoffgehalte von konserviertem Futter

Bei unterschiedlichen Schnitten und Wachstumsstadien wurde eine Klee-Grasmichung einer Parzelle geerntet und anschliessend konserviert durch Tiefgefrieren, schonende Trocknung (Dehydratation), Heubelüftung, Feldtrocknung, Silierung bei 30 % Trockensubstanz (TS) und Silierung bei 50 % TS. Die Verdaulichkeit der Futter wurde in vivo mit Hammeln untersucht. Bei allen 42 Futtermitteln wurden die Mengenelemente analysiert. Die Konservierungsart beeinflusst zwar…
Lebensmittel

Mühlemann M., Aebischer S.

Lebensmittelsicherheit und Gesundheitsschutz in der Praxis

Im Laufe der Zeit wurden verschiedene Konzepte zur Hygiene und Sicherheit von Lebensmitteln entwickelt. Diese greifen auf unterschiedlichen Stufen der Lebensmittelkette und haben zum Teil überlappende Zuständigkeiten. Neuerdings müssen diese Systeme für die Lebensmittelsicherheit mit öffentlichen Gesundheitsprogrammen verknüpft werden. Dies geschieht unter der globalen Sicht der Risikoanalyse, des systematischen, disziplinierten Rahmens, worin existierende Teilsysteme für…
Umwelt

Stünzi H.

Bodenuntersuchungsmethoden für K, Mg und Ca im Vergleich

Für die Untersuchung von Kalium (K), Magnesium (Mg) und Calcium (Ca) in Böden werden in der Schweiz verschiedene Methoden verwendet: Extraktion mit reinem Wasser (H2O10), mit CO2-gesättigtem Wasser (CO2), mit Ammoniumacetat-EDTA (AAE10) oder mit Calciumchlorid (CC). Bei den Extraktionen gehen wasserlösliche Verbindungen in Lösung, wird Kalk durch Säure gelöst, werden Kationen durch Ionenaustausch mit dem…
Umwelt

Sturny W. G., Chervet A., Maurer-Troxler C., Ramseier L., Müller M., Schafflützel R., Richner W., Streit B., Weisskopf P., Zihlmann U.

Direktsaat und Pflug im Systemvergleich – eine Synthese

Seit 1994 werden auf der Dauerbeobachtungsfläche „Oberacker“ am Inforama Rütti in Zollikofen (BE) die beiden Anbausysteme „Direktsaat“ (DS) und „Pflug“ (PF) innerhalb einer Ackerfruchtfolge mit ausschliesslich mineralischer Düngung und ohne Bracheperioden verglichen. Der schwach humose sandige Lehm ist ein tiefgründiger, nährstoffreicher Boden. Die bisherigen Untersuchungen belegen, dass ein langjährig kontinuierliches DS-System eine Alternative zum herkömmlichen…

Zur Produktivität der Nebenerwerbslandwirtschaft in der Schweiz

Die ohnehin geringe Nebenerwerbsquote der Schweizer Landwirtschaft ist weiter im Sinken begriffen. Dieser Beitrag sucht nach Gründen. Regressionsanalysen belegen, dass sich Nebenerwerbsbetriebe oft auf weniger ertragsreiche Betriebszweige verlegen (müssen). Innerhalb der Produktionszweige spielt die Betriebsgrösse eine überragende Rolle zur Erklärung der Arbeitsproduktivität. Andererseits erhalten Nebenerwerbsbetriebe aufgrund ihrer extensiveren Wirtschaftsweise höhere Direktzahlungen pro Arbeitskraft als Haupterwerbsbetriebe.…
Agrarwirtschaft

Lips M., Eggimann H.

Erreichen Biobetriebe höhere Arbeitseinkommen?

Um den Einfluss der biologischen Produktionsweise auf das Arbeitseinkommen pro Normal­arbeitstag zu analysieren, werden für fünf Betriebstypen mit Tierhaltung multiple Regressionen gerechnet. Bei den Verkehrsmilchbetrieben sowie den Betriebstypen «Anderes Rindvieh» und «Kombinierte Veredelung» erreichen Biobetriebe gegenüber Betrieben mit ökologischem Leistungsnachweis (ÖLN) ein um rund sechs Franken pro Tag bzw. 5 bis 7 % höheres Arbeitseinkommen. Für…
Agrarwirtschaft

Möhring A., Läpple D.

Investitionen von Einzelbetrieben und Kooperationen

Die Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben kann nur durch Investitionen langfristig erhalten und verbessert werden. Untersucht wird, ob sich durch den Zusammenschluss von Betrieben oder Betriebszweigen das Investitionsverhalten der Betriebe ändert. Dazu wurden einzel­betrieb­liche Daten der Investitionsfördermassnahmen des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) und der kantonalen Landwirtschaftlichen Kreditkassen ausgewertet. Im untersuchten Zeitraum von 2003 bis 2005 wurden in…